Sonntag, 23. Oktober 2016

Endlich handeln beim Maxhüttenareal


CSU Sulzbach-Rosenberg macht sich für Folgenutzung stark

Der Verantwortliche der Maxhütte Verwertungs- und Verwaltungs GmbH Berhard Dobler (3.v.r.) erläuterte den CSUlern um Fraktionsvorsitzenden Dr. Stefan Morgenschweis (5.v.r.) und Ortsvorsitzenden Dr. Patrick Fröhlich (1.v.r.) die aktuelle Situation rund um das Maxhütten-Areal.

Mehrere Anträge hat die CSU-Stadtratsfraktion bereits gestellt – in der nächsten Sitzung unternehmen die Christsozialen einen weiteren Anlauf. „Wir sind der Meinung, dass das Maxhüttenareal endlich einer sinnvollen Folgenutzung zugeführt werden muss. Hier muss auch die Stadt dringend ihre Hausaufgaben erledigen“, begründeten 2. Bürgermeister Günter Koller und Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Morgenschweis den Vorstoß.


Aufhebung des Denkmalschutzes

Konkret geht es um die Aufhebung des Denkmalschutzes für das Areal. „Viele Bereiche wurden bereits in den letzten Jahren rückgebaut. Hierzu zählen beispielsweise die Stranggussanlage S32, der Hubbalkenofen oder die Walzgerüste“, erläuterte der Vertreter der Maxhütte Verwertungs- und Verwaltungs GmbH Bernhard Dobler. Daher könne man von einer einheitlichen Produktionskette ohnehin nicht mehr sprechen. „Das gesamte Areal wäre aus finanzieller Sicht niemals erhaltbar gewesen“, so Dobler weiter.


Vergangenheit mit Zukunft verbinden

Daher ist die CSU der Ansicht, dass das Areal eine sinnvolle Folgenutzung erhalten müsse. Dazu wurde der Flächennutzungsplan bereits angepasst und die MHVV hat eine umfassende Nachnutzungsplanung erstellt „Nun sind wir hier als Stadt gefordert, die Weichen zu stellen. Sowohl über Aufhebung des Denkmalschutzes als auch über den Rückbau entscheiden wir als Stadt selbst. Hier ist es erforderlich, auch den Mut zu haben, in die Zukunft zu blicken. Der Geschichte unserer Stadt und der Maxhütte werden wir mit einem verrostenden und verrottenden Areal am allerwenigsten gerecht“, machte Ortsvorsitzender Dr. Patrick Fröhlich seine Sichtweise klar. „Wenn es uns gelingt, hier die Geschichte lebendig zu halten und gleichzeitig Gewerbeflächen und anteilig Wohnbebauung zu ermöglichen, haben wir das Richtige getan“, machte Fröhlich deutlich.


Umweltschutz großschreiben

In diesem Zusammenhang brachte Stadtrat Christian Steger auch den Umweltschutzaspekt ins Spiel. „Nach meinem Kenntnisstand ist im Bereich des Maxhüttenareals verunreinigter Boden vorhanden, der nicht nur versiegelt werden sollte, sondern zum Schutz des Grundwassers und damit von Natur und Mensch ausgetauscht werden muss. Dies stellt aus meiner Sicht einen weiteren wichtigen Grund für einen Rückbau dar. Außerdem lässt sich auf diesem Areal ohne Rodung oder Flächenverbrauch an anderer Stelle eine Bebauung auf den Weg bringen“, unterstrich Steger.


Hochofenplaza nach Möglichkeit erhalten

Um Zukunft und Vergangenheit zu verbinden, solle nach Möglichkeit die Hochofenplaza erhalten werden. „Unser Wunsch wäre es, die Hochofenplaza zu sanieren und zu erhalten. Damit würden wir Geschichte und Folgenutzung optimal verbinden. Allerdings sind hierfür einmalige Mittel in Millionenhöhe nötig. Hinzu kommt der laufende Unterhalt. Dies können wir als Stadt gerade auch vor dem Hintergrund unserer Verschuldung nicht schulten“, betonte Fraktionsvorsitzender Morgenschweis. Hier gelte es, eine tragbare Lösung zwischen Eigentümer und Freistaat zu finden.


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